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  • Automatisiertes Netzwerken

    Geschrieben am 9. Januar 2010 Xooyoo 4 Kommentare

    “Soziales Netzwerk” ist inzwischen zu einem Gattungsbegriff für Facebook, StudiVz, Wer kennt wen, usw. geworden. Würde es das Web 2.0 nicht geben, würde soziales Netzwerk wohl für die Gruppe an Freunden, Bekannten und Verwandten stehen, mit denen man sich mehr oder weniger oft austauscht.

    Aktuell hat Facebook ca. 5,8 Millionen deutsche Nutzer (Quelle: Facebook Ads), das sind ca. 6% der deutschen Bevölkerung, die Wahrscheinlichkeit dass sich in diesen 6% der Bevölkerung, das gesamte Netzwerk an Freunden, Bekannten usw. wiederfindet, ist im Moment als ziemlich gering einzustufen.

    Dennoch versucht die Mehrzahl der User dieser sozialen Netzwerke, das reale soziale Netzwerk nur virtuell zu speichern. Das mag jetzt zwar irgendwie menschlich sein, macht aus verschiedenen Gründen aber wenig Sinn.

    • Wer nur das reale soziale Netzwerk virtuell abbildet, wird wahrscheinlich auf wenig neue Kontakte stoßen. Das reale, soziale Netzwerk sorgt aber auch immer für neue Bekannte, warum wird das virtuelle dann nicht auch entsprechend angewendet?
    • Soziale Netzwerke wie Facebook, Xing, Wer kennt wen, usw. laufen aus exzellenten Maschinen. Maschinen zeichnen sich im allgemeinen dadurch aus, dass sie strohdumm sind, aber simple Aufgaben perfekt ausführen.

    Nun besitzt jedes soziale Netzwerk, (bei dem ich angemeldet bin), die Option *.csv Dateien mit E-Mailadressen auf schon bekannte Kontakte hin abzuklopfen. Was liegt also näher, als das Finden von Kontakten weitestgehend zu automatisieren? *.csv Dateien mit E-Mailadressen sind in den meisten Fällen recht einfach zu generieren.

    Bei GoogleMail können z.B. standardmäßig sämtlich Kontakte (auch die, die GM im Laufe der Zeit selbst sammelt) als *.csv exportiert werden.  Dies ist in 90 % der Fällen in allen anderen E-Mail Programmen ebenso möglich.

    Als Blogger kann man z.B. die Datenbankspalte mit den E-Mail Adressen der Kommentarschreiber nach Excel exportieren und als *.csv abspeichern, und durch diverse Social networks jagen. Es ist wirklich erstaunlich wie viele Mailadressen sich im Laufe der Zeit ansammeln, und wie viele auch einen Account in einem sozialen Netzwerk haben.

    Dann dachte ich mir: Ok, jetzt jetzt füge ich mal spasseshalber wild irgendwelche Leute aus der Liste hinzu und schauste mal was passiert.

    Die Reaktionen waren äußert vielfältig: Von Personen, die ich persönlich als noch “Internetverrückter” als mich selbst einstufe, war ich innerhalb von wenigen Minuten bestätigt. Die nächste Gruppe konnte mich noch irgendwie als Blogger identifizieren stellte sich aber die berechtigte Frage, wie ich sie denn auf Facebook gefunden hätte. Und zu guter letzt die Gruppe die überhaupt keinen blassen Schimmer hatte warum ich sie hinzugefügt habe. Da waren die Reaktionen in der Gesamten Bandbreite von: Muss eine Verwechslung sein, schlichtes Ignorieren, bis hin zu ist ja nett, dass du mich hinzufügst nur: Wer bist du eigentlich?

    Teilweise fand ich das wirklich kurios, es mag ja daran liegen dass ich mich jetzt schon eine ganze Weile in diesem Internet herumtreibe, und dies größtenteils unter dem Pseudonym Xooyoo. Irgendwann ergab sich dann allerdings die Rückkopplung mit dem realen Leben und ich hieß dort plötzlich eben auch Xooyoo (es gibt ja auch Andreas wie Sand am Meer!). Erst danach tauchten dann soziale Netzwerke auf und brav meldete man sich dort mit dem realen Namen an. Innerlich durch die Verwendung des normalen Namens gehemmt, trat auch ich gefühlsmäßig nur mit Personen in Kontakt die ich irgendwoher kannte, und die mich eben eher als Andreas kannten als eben als Xooyoo. Durch meine diversen Onlineaktivitäten ergaben sich bei diesem Prinzip natürlich immer Überschneidungen, denn teilweise kenne ich Leute virtuell besser, als Personen mit denen ich im realen Leben eben nur sehr sporadisch zu tun habe.

    Ok, wer jetzt sagt, was bringt mir die ganze Aktion, außer dass ich vielleicht mit ein paar Personen mehr, näher in Kontakt trete? Wie gesagt, die Basis eines sozialen Netzwerkes ist eine doofe Maschine, und finanziert wird der Spass über Werbung die bestmöglich auf dich zugeschnitten wird. Besteht dein Netzwerk jetzt zu 90% aus atheistischen Linken wird dir die Maschine sicherlich andere Werbung schalten, als wenn es 90% liberale Christen sind. Ich behaupte jetzt einfach je begrenzter das Netzwerk ist, desto größer dürften die Chancen liegen, dass der Algorithmus die bei der personalisierten Werbung einen Treffer landet. Gut, das ist nicht weiter schlimm, aber das stellt weder die Werbetreibenden noch die Plattformbetreiber vor eine  Herausfordung. Mich würde brennend interessieren, wie es Facebook gewichtet, dass unter meine Top 5 Kontakten (bezogen auf die kommunikative Aktivität), ein Homosexueller und eine weibliche Moslem sind.

    So und jetzt überlege ich mir, ob ich allen weiblichem Singles, die im Großraum Stuttgart wohnen, zwischen 18 und 25 Jahren alt sind und an Männern interessiert sind Werbung zukommen zu lasse. Das wären immerhin 3640 Mädels! Nur die Kosten von 20 Cent pro Klick sind mir ein bissel hoch, und bei erwarteten 38 Klicks am Tag sind das ca. 7,60 Euro…

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  • Wandkalender

    Geschrieben am 26. November 2009 Xooyoo 3 Kommentare

    SANYO DIGITAL CAMERA Immer gegen Ende des Jahre stellen sich mir 2 Fragen:

    • Wann kommt die FHM mit ihrem obligatorschen Kalender heraus?
    • Wo bekomme ich einen verflixten Wandkalender her um meine Termine zu organisieren?

    Es gilt immerhin, den hässlichen Freiraum zwischen badischer Fahne, Bildschirmen und Drucker zu füllen. Letztes Jahr musste ich lange auf einen ordentlichen Wandkalender warten, genau bis zu dem Zeitpunkt, an dem in unserem Büro auf unerklärliche Weise die Automobil technische Zeitung auftauchte, der obiger Wandkalender beilag.

    Nächstes Jahr wird alles besser, denn die Druckerei verschenkt in ihrem Blog für jeden Blogbeitrag 3 Wandkalender im Twitter Design. Den Twitterkalender brauche ich unbedingt fürs Büro.

    Dieses Jahre hatte ich unterschwellig versucht das Motto “Sex sells” hoffähig zu machen. Übers Jahr verteilt tauchten in unserem Büro auf wundersame Weise immer mehr spärlich bekleidete Frauen auf, die in Teils künstlerisch wertvollen Darbietungen, Werbung für diverse Industrieprodukte machten.
    Leider musste ich feststellen, dass meine Strategie zur psychologische Kriegsführung noch ein wenig das Finetuning fehlt. Inzwischen habe ich den Ruf weg, dass ich ein Faible für spärlich bekleidete Frauen habe, und auf die Idee, dass man auch mal eines unserer Produkte mit ein wenig Sex verkaufen könnte, ist wenn ich mich recht erinnere im gesamten Zeitraum Einer! gekommen.

    Neues Jahr, neue Strategie! Social Media Marketing! Damit habe ich Ende 2010 den Ruf ein Riesen Internetchaot zu sein, womit ich ehrlich gesagt wesentlich früher gerechnet hatte. Da komme ich frisch von der Hochschule und dachte als neuer Kollege wird man erst Mal ordentlich gegoogelt, aber nichts wars, kein Kollege hat mich Xing oder Linkedin geadded. ;-(
    Nächstes Jahr also psychologische Kriegsführung für Social Media Marketing, und das Twitter Kalendarium wäre eine guter Anfang! Die Domain Weltkarte von United Domains hängt zwar auch schon herum, dass dort statt Ländernamen Domainendungen stehen, ist aber bisher nicht allzu Vielen aufgefallen…

    via Signal77 (im Feedreader) oder lilahi (auf Twitter) ich weiß echt nicht wen ich zuerst gelesen habe.

    P.S. Wer nicht bloggt und nur einen Twitter Account hat kann, sich durch das Followen von @druckerei_de und Twittern des folgenden Tweets:

    Ich möchte einen Twitter-Wandkalender 2010 von @druckerei_de bekommen. Zur Aktion von www.druckerei.de -> http://bit.ly/4vTob5

    für ein Gewinnspiel, in dem es diese Wandkalender ebenso zu gewinnen gibt qualifizieren.

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