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Die Württemberger sind halt doch nett
Geschrieben am 7. Februar 2010 2 KommentareJa, die Württemberger sind halt doch ein echt nettes Völkchen, ok auch ich verstehe die Württemberger immer noch nicht ganz, obwohl ich hochgerechnet über 2 Jahre meines Lebens unter ihnen verbracht habe, und mein Genmaterial zu 50% württembergisch ist.
Wie überall ist natürlich auch der Fussball Teil des Ausdruckes des Nationalstolzes, und da geht hier nichts über den VfB. Kurios ist allerdings der Veranstaltungsort: Mercedes- Benz Arena. Wie man das altehrwürdige Gottlieb- Daimler Stadion bzw. Neckarstadion, nach einer Österreicherin und einem Badener benennen kann, erschließt sich mir keineswegs. In meinen Augen ist das ein lokalpatriotischer SuperGau. Oder sind das etwa Versuche die baden- württembergische Einheit auch emotional herzustellen?
Also werde ich mir mal ein schönes Fussballspiel zwischen dem VfB Stuttgart und Eintracht Frankfurt ansehen. Vielleicht bringt mir das weitere Einblicke in die württembergische Volksseele. Ok, wahrscheinlich sitze ich dazu im falschen Fanblock, immerhin hat man mir “Kein Zutritt in VfB- Fanbekleidung” auf die Eintrittskarte gedruckt.
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Wochenendtrip nach Baden AG
Geschrieben am 25. Oktober 2009 Keine KommentareAm Freitag hatte eine liebe Studienkollegin zu ihrem 25?. Geburtstag eingeladen. Auch wenn Baden in Aargau nicht gerade um die Ecke von Stuttgart ist, ließ ich mir die Möglichkeit, den ein oder anderen ehemaligen Mitstudenten mal wieder zu sehen, natürlich nicht entgehen. In Karlsruhe habe ich noch kurz 2 Ex- Kommilitonen ins Auto geladen und ab ging es in den Freitagabend Verkehr.
Zur beruhigenden Musik der drei letzten Podcasts von Showtek fuhren wir gen Süden. Nach dem zweiten Bier meiner beiden Kollegen begannen wir kurzerhand, das Problem Arbeitslosigkeit und Hartz IV in Deutschland zu lösen. Ich muss sagen unser Vorschlag ist genial, funktioniert mit einer hohen Wahrscheinlichkeit und wird Vollbeschäftigung langfristig möglich machen. Leider ist der Vorschlag so neoliberal, dass die FDP im Kontext wie die Hüterin der Sozialdemokratie wirkt. Der Slogan:
Arbeit muss sich wieder lohnen!
wäre aber perfekt umgesetzt gewesen.
Den einzigen Stau des Abend erwischten wir in der Ortsdurchfahrt von Baden AG, und wenn wir schon im Ausland sind, haben wir uns auch wie Ausländer benommen, also die Anlage mit der guten Showtekmusik gut aufgedreht.
Die Geburtstagsfeier war faszinierend, teilweise hatte ich meine ehemaligen Studienkollegen bestimmt über 2 Jahre nicht gesehen. Es ist aber wirklich faszinierend wie gut man Leute einschätzen kann, wenn man sich mit Ihnen durch ein Maschinenbaustudium gewurstelt hat. Die Zeit verging wie im Flug, und gegen kurz nach Mitternacht waren alle eingeladen Einheimischen verschwunden. Da wir leicht angeheitert noch mehr Lust auf Party hatten beschlossen wir kurzerhand die nächstbeste Disco zu überfallen. Wir mussten allen Ernstes nach Mitternach noch mindestens 15 Minuten vor dem Schuppen anstehen. Als dank dafür hat man uns auch noch sogleich ca. 15 Euro für den Eintritt abgenommen. (Ich wusste es immer, es gibt noch Jemanden, der das Stuttgarter Preis/ Leistungsverhältnis toppt.)
Nach knapp 3 Stunden wurde der Laden langsam leer, so dass wir uns auch entschlossen noch eine Runde auf’s Ohr zu hauen. Am nächsten Morgen machten wir uns nach einem ausführlichen Frühstück (kannte ich gar nicht mehr) wieder auf den Heimweg. Als Badener waren wir natürlich von den vielen Schildern rund um Baden beeindruckt, und hätten am liebsten einige abgeschraubt und mitgenommen. Wir beließen es aber dabei und prägten lieber leicht ermüdet folgende geflügelten Wörter:
My lovely mister singing group!
My lovely friend and copper stinger! -
Waldulmer Pfarrberg: Spätburgunder 2006
Geschrieben am 1. August 2009 Keine KommentareWas soll man dazu sagen, die Eltern von heute… Da kommt der Sohn am Wochenende auf Besuch nach Hause, und was machen sie? Genau sie gehen aus und lassen ihren braven Sohn mit Unmengen an Neffen und Nichten und einer Schwester, die ich noch gar nicht zu Gesicht bekommen habe, zu Hause! Aber ich weiß mich zu wehren! In der Küche stand ein für meine Eltern relativ typischer Wein, ein badischer Spätburgunder Kabinett aus dem Jahre 2006 vom Waldulmer Pfarrberg. Ausgezeichnet mit der Goldenen Medaille des badischen Weinbauernverbandes.
Als “Guten Abend, gut Nacht”- Wein bedingungslos zu empfehlen, angenehm trocken aber trotzdem süffig. Der Alkoholgehalt ist mit 12 % auch verhältnismäßig nieder. Die empfohlene Trinktemperatur liegt bei 16-18 °C, aktuell ist der Wein mit rund 25 °C eindeutig zu warm, aber ich konnte meine Eltern bisher einfach nicht von den Vorteilen eines Weinlagerschrankes überzeugen.
In diesem Sinne: Zum Wohl!
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Opfinger Attilafelsen 2006
Geschrieben am 12. April 2009 3 KommentareWer jetzt denkt, OMG jetzt bloggt er auch noch über Wein, dem sei meine vollkommen Zustimmung sicher, immerhin blogge ich über alles bei dem ich nicht so wirklich weiß, was ich eigentlich tue.
Gut, vor mir steht ein Opfinger Attilafelsen Spätburgunder Rotweis des Jahres 2006. Abgefüllt wird der Wein in Baden und gekauft wurde er wohl bei Lidl. Verschlossen ist er aus Preisgründen mit einem Plastikkorkenimitat. Sehr stilvoll. Farbe ist bei dem Wein auch nicht gerade viel vorhanden, sieht ziemlich wässrig aus.
Ich habe jetzt nicht wirklich viel Ahnung von Wein, aber aus diesem würde ich Glühwein kochen. Der Wein schmeckt unglaublich langweilig, und das trotz 12,5 % Alkohol. Anspruchsvoll riechen tut er auch nicht gerade. Laut Etikett wird der Wein kräftigen Fleischgerichten empfohlen, also ehrlich gesagt, für deftige Fleischgerichte ist mir der Tropfen nicht trocken genug, auch wenn trocken draufsteht. Beim Herunterschlucken toppt ein leicht säuerliches Aroma den schlechten Eindruck des Weines.
Also viel Zucker und Glühweingewürz rein und bis zum nächsten Winter aufheben…
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Lokalpatritotismus
Geschrieben am 18. Januar 2009 Keine KommentareDie Württemberger gönnen einem auch gar nix! In meinem Personalausweis steht als Geburtsort Bühl (Baden):
Auf jeden Fall brauchte ich mal ganz schnell einen Reisepass, und was haben die auf württembergischen Bürgerbüro als Erstes gemacht? Genau sie haben mir mein (Baden) geklaut!
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Weihnachtsfeier…
Geschrieben am 19. Dezember 2008 Keine KommentareHeute war ich also auf meiner ersten Weihnachtsfeier als Angehöriger des arbeitenden Teiles der Bevölkerung. Ich muss schon sagen, ich bin verdammt früh daheim. Irgendwie hatte ich gedacht so eine Jahresabschlussfeier läuft in etwa so ab wie eine studentische Semesterabschlussfeier, aber ich hatte mich stark geirrt. Dass die Feier in einem ordentlichen, griechischen Restaurant stattfand war mir noch sehr gut vermittelbar, nur als ich langsam mal auf Betriebstemperatur kam (22:00 Uhr) waren plötzlich alle weg. Entgegen aller Erwartungen ging es zwar um den Betrieb, allerdings war außer mir scheinbar Niemand an der konsequenten Umsetzung der darwinistischen Idee in Bezug auf Aussortierung überflüssiger Gehirnzellen interessiert.
Ok, es waren hauptsächlich Autofahrer, und Raucher anwesend, also gut 1-2 evolutionäre Stufen unter mir. Dies hat aktuell zur Folge, dass ich stinke wie ein Räucherstäbchen, und vorhergehend, dass ich saufen musste, damit ich wenigstens sicher gehen konnte dass mir vom Alkohol schlecht war und nicht vom Gestank des verbrannten Tabaks. (Aktuell ist mir überhaupt nicht schlecht…)
Glücklicherweise lag die Entfernung des Restaurantes von meinem Wohnort bei knapp über 10 km, womit ich problemlos mit der Rad fahren konnte. Interessanterweise absolvierte ich den Rückweg wesentlich schneller als den Hinweg. Alkoholisiert läuft meine Wegfindungsroutine einfach besser als ohne, dafür hat es mich auf dem Rückweg einmal auf die Fresse gelegt, woran ich eher weniger schuld war, sonder entweder die Stadt Gerlingen oder Leonberg die es nicht fertig bringen ihre Radwege von Eis und Schnee zu befreien (aber jede drecks unwichtige Straße) . Jawohl, nach 6 Monaten Schwabenland kann ich definitv das Fazit ziehen, dass Radfahrer als Menschen zweiter Klasse angesehen werden. (Kann ich auf Basis des AGG die Städte und Gemeineden verklagen? Oder vielleicht auf Verdienstausfall weil ich ständig auf Grund nicht geräumter Radwege zu spät zur Arbeit komme, und regelmäßig auf die Fresse falle?) Ich muss schon sagen der Würrtemberger ist irgendwie komisch, da hat er die Institution der Kehrwoche aber bringt es nicht fertig Radwege zu räumen, das ist schon erbärmlich.
Sind die Würrtemberger eben nur Early Adopters, und die Badener die Innovatoren? Zumindest auf Fortbewegungsmittel (Fahrrad, Automobil) trifft dies doch wohl zu.
Auf jeden Fall war ich so früh zu Hause, dass ich sogar noch mit meinen Eltern telefonieren konnte. Mein Vater erläuterte mir sofort, dass das gescheiterte Besäufniss definitv auf die schwäbische Sparsamkeit zurückzuführen sei.
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Patriotismus
Geschrieben am 21. September 2008 3 KommentareHeute nachmittag bin ich eben mal nach Stuttgart geradelt, um mir den Film Wanted anzusehen. Nebenbei bemerkt, ein Toller Film, denn am Schluss sind eigentlich Alle tot. Damit ist die Handlung kurz erzählt es wird massig geballert, Krach, Bumm und so weiter, man sieht Angelina Jolie einmal Nackt von hinten, und ach ja eine Story gibts auch noch aber, die ist nicht so wichtig.
Jedenfalls war ich natürlich pünktlich um 17:00 Uhr im Kino, und nachdem ich erstmal die Rolltreppe nach oben anstatt nach unten genommen hatte fand ich dort eine Leinwand vor, auf der gerade das Spiel KSC gegen VfB Stuttgart lief. Nun gut, dachte ich mir guckste halt mal zu, so gehen wenigstens die 15 min bis zum Filmstart schneller rum. So gegen die 13. Spielminute meinte der KSC ein Tor schießen zu müssen, und ich kam mir plötzlich ziemlich einsam vor, weil ich irgendwie der Einzige war der sich darüber gefreut hat. Glücklicherweise beließ ich es beim Ballen der Siegerfaust und einem kurzen “JA!”, ich glaube sonst hätten mich noch Viel mehr Leute doof angeguckt. Nunja nach dem Tor habe ich mir dann mal eben still und heimlich meinen Sitzplatz gesucht und hab den Film angeguckt.
Als ich heimgeradelt bin musste ich aber andauernd das Badnerlied pfeifen, ich weiß auch nicht wieso.






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