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  • Die 24 Stunden von München

    Geschrieben am 10. Juni 2012 Xooyoo 3 Kommentare

    oder die total schwachsinnige Idee total kurzfristig an einem 24 h Lauf teilzunehmen.
    Raus aus dem Büro, ab auf die Autobahn, und im “verlängerten Wochenende Spassverkehr” auf der A8 von Stuttgart nach München fahren. Voll diese A8, was sich in einer erstaunlichen Durchschnittgeschwindigkeit von ganzen 66 km/h bis Ulm widerspiegelte. Immerhin wurde nach Ulm der Verkehr ein wenig besser, und so befand ich mich gegen 19:00 Uhr am Olypiapark in München. Leider hatte ich in den ganzem Anreisestress verplant mir etwas zu Essen organisieren weshalb ich ziemlich hungrig und so gar nicht karboloading mäßig auf den anstehenden 24h Lauf vorbereitet war.

    Nach dem Einwurf des obligatorischen Powerbarriegels und eines Energydrinks ging es dann püntklich um 20 Uhr auf die Strecke. Und so spulten Cabas Cabanauten in den frühen Abstunden ihre 3,08 km langen Runden gemütlich herunter.
    Schon nach gut 15 km begannen allerdings meine ersten Problemchen, mein Hintern fühlte sich so an, als hätte sich Sandpapier zwischen meinen Arschbacken verfangen, welches fröhlich begann meinen Allerwertesten wund zu scheuern. Die Unangenehmheit dieses Sachverhaltes steigerte sich über die Runden exponentiell. Als nächstes stellte es sich nicht so ganz als die beste Idee aller Zeiten heraus, den Werkstattkittel über die Laufkleidung gezogen zu haben, weil atmungsaktiv ist irgendwie anders. Zu allem Überfluss gesellte sich dazu nach Kilometer 20 eine Ladung Blähungen und so beschloss ich nach Kilometer 27 erst einmal eine längere Pause einzulegen. Also Isomatte raus, Schlafsack rein, und versucht meinen Bauch zu beruhigen. Naja das mit dem Bauch beruhigen klappte vielleicht noch einigermaßen, aber der Schlaf wollte mich trotz Müdigkeit nicht so recht übermannen. Nachdem meine Mitstreiter die Nacht mehr oder weniger auf der Strecke verbrachten, geriet ich durch meine Regenerationspause natürlich Kilometermäßig schwer in Rückstand. In den frühen Morgenstunden ging es folglich wieder weiter, mit dem Ziel die blöde Marathondistanz endlich einzutüten.

    Die Geschwindigkeit wurde etwas verringert, so folgte auf eine Runde von 23 Minuten jeweils eine halbe Stunde Pause und so gelangte ich auch zu meiner gewünschten Marathondistanz und sogar noch weiter bis zur 55 km Marke. Mit dieser Schnapszahl war ich restlos zufrieden und so beschloss ich 6 Stunden vor Ende des Zeitlimits meine Isomatte und Schlafsack einzupacken und mich auf den Heimweg zu machen, schließlich sollte ich am nächsten Morgen um 7:30 im Büro erscheinen. Ich sage nur eines mit so vielen Regernationspausen bin ich noch nie von München nach Stuttgart zurück gefahren! Aber safety first!

    Bekanntlich halte ich alle Laufstrecken über 30 km für ziemlich Banane, da muss man ja anfangen zu futtern, und zu Essen habe ich irgendwie ein ungewöhnliches Verhältnis. Scheinbar bin ich einer der wenigen Menschen, die zu faul zum Essen sein können.

    Selbstverständlich gilt für mich auch weiterhin der Grundsatz: Niemand hat die Absicht einen Marathon zu Laufen!

    Alles in allem muss ich nach meinem ersten 24 h Erlebnis sagen: 24 h sind verdammt lang. Mit einer einigermaßen guten Vorbereitung kann man da Kilometer reißen, das ist jenseits von gut und böse. Über 100 km sind möglich, allerdings war ich nach 18 gleichen Runden à 3,xx km schon total plemplem, und nun erzählt mir meine Mutter ich soll doch bei einer 24 h Lauf auf einer 400 m Rundbahn mitmachen, ok dieses Mal soll ich die Staffel richtig verstehen und nicht einfach sinnlos losrennen.

    Mehr zu den 24 h von München gibt es hier:

    Demnächst auch bei den Blogkollegen:

    Zu guter letzt gilt nur noch die Frage zu klären, will uns BMW dazu bewegen mehr zu Laufen, oder warum sponsern die jetzt Laufevents? Ist das nicht irgendwie kontraproduktiv?

     

    ntworten zu “Die 24 Stunden von München” RSS Icon

    • Hallo Xooyoo,

      Toll, dass Du den Spaß trotz “verlängertem Wochenende Spaßverkehr” und “Nix-Brückentag” mitgemacht hast.

      Bzgl. Deiner Frage, weshalb BMW nun Laufveranstaltungen sponsort: Irgendwie muss man ja zu solchen Veranstaltungen kommen, und John CaBa hat bewiesen mit dem Zug kann sich das ganz schön hinziehen…

      Grüße -timekiller-

    • Hallo xooyoo,

      war spassig mit Dir! Dafür dass niemand die Absicht hatte einen Ultra zu laufen biste dann ja doch noch ne ganz schöne Strecke gelaufen… aber 400m Runden?!? Das ist ja schlimmer als im Knast!

      Immerhin hat Dein GPS die Strecke deutlich sinnvoller aufgezeichnet als mein Forerunner (siehe Link am Ende meines Berichts) – der hat in der BMW-Welt völlig durchgedreht und nicht keine Position sondern wildes Chaos gelogged… Daher wohl auch nicht auf Footpod umgeschaltet. Das muss ich mal unter definierteren Bedingungen testen…

      LG,
      Chief Balla
      P.S.: Den BMW Laufsport hab ich auch schon mitgemacht. Also kaputten BMW stehen lassen und heimgejogged. Fehlt nur noch das dedizierte Sportschuhfach dazu im Bordwerkzeug.

    • Das mit dem wund gelaufenen Po nennt man da wo ich herkomme (“einen Wolf gelaufen”). Ganz einfach: bei allen Läufen über einer Stunde, eine Hasselnuss-grosse Portion Vaseline verteilen.
      Liebeste Grüsse von Anne

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