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  • Braveheart Battle 2012

    Geschrieben am 11. März 2012 Xooyoo 1 Kommentar

    me Samstag 10.03.2010 17:24 Uhr Rasthof Würzburg. Ich habe mir erfolgreich einen Cappuccino gekauft. Aus mir vollkommen unerklärlichen Gründen wurde ich von vielen Anwesenden leicht komisch angeschaut. Lag vielleicht daran, dass ich sprichwörtlich: “Nicht mehr ganz sauber” war. Gut es kann mal vorkommen, dass man mit ein wenig langsam trocknenden Schlamm im Gesicht auf der Autobahn unterwegs ist, oder nicht?

    Ursprung des Schmutzes waren die vielfältigen Schlammlöcher rund um Münnerstadt die es im Rahmen des Braveheart Battles 2012 zu durchlaufen galt. Ein netter Lauf über 24 km, mit knapp 2500 Startern sehr gut besucht und mit ein paar obskuren Hindernissen. Dass man sich an einer Metalltraverse über einen Fluss hangelt mag noch relativ normal sein. Ermüdend ist dabei nur wenn die vor einem wesentlich langsamer sind, als man selbst und man gezwungenermaßen mal gemütlich über dem Fluss abhängt. Auch eine aus drei Seilen bestehnde Brücke über ein Fluss ist nichts gerade ausßgerwöhnliches.

    Das man seine Mitstreiter mit dem Ruf “Dornen!” vor etwaigen gefährlichen Gestrüpp warnt ist auch ein ganz normaler Vorgang. Mit dem Ruf: “Reh!” wusste ich allerdings erst ein Mal nichts anzufangen. Wenige Sekunden schoss aber eben jenes Reh in einem Affenzahn an mir vorbei, ach wäre ich doch nur so schnell wie ein Reh! Kurz darauf ertönte der Ruf: “Noch eines!” und schwupps sprang ein weiteres Reh an mir vorbei, während ich gemütlich durch das Bett eines kleines Bächchens joggte.

    Kurz darauf war mal wieder der Fluss im Weg, Lauer so nannte er sich, Temperatur knapp über 0°C, also angenehme Badetemperatur. Es schien dort irgendwo in eben jenem Fluss ein Hinderniss verbaut zu sein, leider war dies so gelöst, dass irgendwelche von meinen Mitstreitern eben jenes Hindernis unter die Wasseroberfläche drückten und ich Brust schwimmend ohne Taucheinlage passieren konnte. Ich muss zugeben, das war mir nicht gerade unrecht. Weiter ging es über Grillstellen, Autowracks, auf einen Berg an dem merkwürdige Rampen im Weg waren, und oben wartete ein Muldentauchen bevor es dann endlich im Wald querfeldein, hoch, runter, hoch, runter, hoch, runter und irgendwann habe ich aufgehört zu Zählen, weiterging. Als man sich wieder der Stadt Münnerstadt nährte wartete noch das ein oder andere Stroh-, Reifen-, Krabbel-, Kletterhinderniss aber alles in allem befand ich mich nach 2:52 Stunden wieder am Ausgangspunkt des Tages.

    Auf Grund des doch etwas zugigen Windes und aufkommenden Regens, der Distanz von ca. 1km zum Auto, war die Lust nochmal zum Duschen in höchstwahrscheinlich verschlammte Duschen zurückzukehren doch ziemlich gering. Nachdem ich mir beim Ausziehen meiner pinken Kompressionssocken (mit der Zeit kriegen sie ordentlich Löcher) den ersten Krampf des Tages geholt habe ging es dann aber ungewaschen zurück in Richtung Heimat. Man roch ja nicht gerade verschwitzt nach so einem Lauf, höchstens noch ein wenig nach Schlamm und Erde…

    Der Braveheart Battle ist alles in allem ein echt gut gemachtes Rennen. Eignet sich hervorragend um den inneren Schweinehund für die Laufsaison 2012 gleich zu Anfang mal kräftig in den Arsch zu treten. Persönlich war ich von meiner guten Zeit unter drei Stunden echt überrascht, obwohl ich beim Laufen durchaus noch ein wenig Luft nach oben gehabt hätte. Aber ich will ja zu Anfang der Saison noch keine Bäume ausreißen, der Sommer wird noch lang genug. Da ich relativ weit vorne gestartet bin hatte ich wenig Probleme mit Staus an Hindernissen, würde aber als Verbesserungsvorschlag vorschlagen, dass man sich mit der Zielzeit des letzten Jahres, Voranmelden muss und dann konsequent Startblöcke von 250 Läufer mit 15 Minuten Versatz durchzieht. Wenn das groß angekündigt wird, kann man sich prima darauf vorbereiten und die gesamte Veranstaltung wird komplett entzerrt.

    Auf jeden Fall, werde ich den Braveheart Battle 2013 bei meinen Planungen berücksichtigen… (auch wenn dieser gemütliche Samstag Nachmittag Spaziergang doch meilenweit von der versprochenen Hölle weg war.)

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