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  • No guts no Glory

    Geschrieben am 26. Februar 2012 Xooyoo Keine Kommentare

    Sonntag Morgen um 9:00 Uhr. Gut Matheshof. Oder kurz gesagt, mehr oder weniger am Arsch der Welt irgendwo in Ostbayern, oder war es Ostfranken? Ist auch nicht so wichtig, es war auf jeden Fall weit, weit im Osten. Auf der leeren Autobahn verwunderte einzig und allein der bedächtig absinkende Temperaturpegel, in Rieden (Oberpfalz) hatte es nur Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt zu bieten. Dementsprechend froh, war ich zu sehen, dass der Start zum Crosslauf in der beheizten Halle stattfinden würde. Nach dem etwas verwunderlichen Blick auf eine gerade einmal 74 Starter umfassende Startliste, war auch gegen 11 Uhr der Startschuss auf dem Reiterhof. Beim sinnieren über Pferde fallen einem gleich offene Wiesen, kleine Sprunghindernisse, oder auch Wassergräben ein, und aus mehr oder weniger diesen künstlichen und etlichen natürlichen berauf/ bergab Passagen im Unterholz setzen sich die nächsten 12 km zusammen. Von der unangenehmen Sorte waren dabei die Brombeerranken, die sich im Wald wie eine Fußangel um den Knöchel legten, und den geneigten Läufer zu stoppen versuchten. Glücklichweise hatte ich meine pinken Socken an, die vom Military- Einpeitscher zwar als schwul gebrandmarkt wurden, die aber dafür die Brombeerranken gelungen daran hinderten mir ein Bein zu stellen. Durchaus auch als fies zu bezeichnen sind ca. 30 cm über dem Boden zurückgeschnittene Bäumchen, die sich unvermittelt als Trittfallen auf der Strecke wieder fanden. Das wäre ja noch ganz Ok gewesen, wenn man sie rechtzeitig erkannt hätte, leider war allerdings meine Kontaktlinse im rechten Auge von einem Ast verwischt wurde, was mir ein paar unscharfe Kilometer bescherte, bis sich die Sache von selbst erledigt hatte. Die natürlichen Wasserhindernisse waren zum Glück noch zu weiten Teilen vom langwierigen Bodenfrost gefrohren, was einen somit nur ein paar nasse Füße bescherte… als Ersatz gab es dafür aber auch künstliche Hindernisse, die einfach nur schweinekalt waren. Immerhin kann ich ab heute von mir behaupten: Ich war dieses Jahr schon in einem unbeheizten Tümpel mit dem gesamten Körper unter Wasser. Leider Gottes habe ich bei dieser Aktion auch meine Startnummer vollständig verloren, die schon beim obligatorischen Kriechhinderniss den Zusammenhalt mit den Sicherheitsnadeln aufgelöst hatte. Irgendwann bin ich dann als 32. Läufer mit einer Zielzeit von 1:22:52 in Ziel eingetrudelt. Für den ersten Wettkampf der Kalenderjahres 2012 eine akzeptable Zeit. Aber ich muss ehrlich zugeben 4°C Lufttemperatur und Wasserhindernisse sind nicht so meins, aber irgendwann muss man ja wieder mit dem Training anfangen.

    Da es die erste Auflage von No Guts, No Glory war, was übersetzt soviel heißt, wie “Kein Mumm, keine Ehre!” hier ein klein wenig Manöverkritik.

    • Schöne Strecke.
    • Genug Platz (kein Wunder bei 74 Startern).
    • Viel Natur.
    • Keine Reifenhindernisse. (Ok die Dinger gehören dazu… aber… ich hasse sie.)
    • Vielfältige Hindernisse.

    Nicht so gut waren:

    • Keine Stromschläge… (ich habe vergeblich darauf gewartet, dass etwas unter Strom steht)
    • Wenige Duschen. (Ok für die paar Leute hat es gereicht, aber für mehr wird das eng.)
    • Der Link zur Teilnehmerliste hat nicht auf der Internetseite funktioniert. (Dann hätte ich länger schlafen können. ;-))
    • Sergeant Jack Ass war ein wenig lächerlich.
    • 260 km Anfahrt für 12 km Laufen, lassen Zweifel an meiner persönlichen CO2 Bilanz aufkommen…

    Alles in allem war No guts, no glory, ein super Event, auch wenn es ein wenig spärlich besucht war.  Die 12 km haben sich ein wenig kurz angefühlt, was aber wesentlich besser ist, als wenn man sich ins Ziel schleppt….

    In diesem Sinne: Everyone is getting tough, I’m just getting exhausted….

    Me

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