The Chaos that controls my mind will try to keep me satisfied
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  • Inhuman resources

    Geschrieben am 2. Juli 2011 Xooyoo Keine Kommentare

    SANYO DIGITAL CAMERA Da habe ich in den weiten des Internets mal wieder eine nette Seite gefunden: BloggdeinBuch. Funktioniert echt simpel, man registriert sich dort sagt: Ok, ich will über dieses Buch bloggen! Ein paar Tage später liegt das entsprechende Buch im Briefkasten. So kam ich auch zu Inhuman Resources von Michael Stanford erschienen im Lappan Verlag.

    Nützliches Wissen über Kollegen, Vorgesetzte und andere Bürotypen bekommt man mit einem Augenzwinkern versprochen. Kaum schlägt man das Buch auf, werden einem 39 Schubladen in die die lieben Kollegen gesteckt werden, präsentiert. Das geht vom “Lass uns auf der Toilette drüber Reden”- Typ bis hin zum “Meine Autorität muss respektiert und bewundert werden”- Typ. Diese Typen werden jeweils auf 2 Seiten mit relativ großer Schrift charakterisiert, was mit einer etwas überzogenen E-Mail des jeweiligen Typus abgeschlossen wird. Dadurch ist das Buch ideal dazu geeignet wenn man es mal nur kurz zwischendurch zur Hand nehmen will, um 2 Minuten darin zu lesen.  Liest man die 165 Seiten auf einen Rutsch durch, was ohne Probleme möglich ist, wirkt das Buch etwas monoton. Jeder Typus wird so überzogen dargestellt, dass es nach ein paar Charktertypen zwar noch irgendwie amüsant ist, aber richtig lauthals loslachen musste ich bei diesem Buch zu keiner Zeit.

    Eigentlich fehlt im dem Buch noch der: Steckt seine Kollegen in Schubladen Typ. Dieser meist etwas pendantische Kollege, liebt Ordnung über alles! Legt ihm Jemand einen Zettel mitten auf den Schreibtisch wandert dieser zuerst in die Ablage “Posteingang”, und wartet dort auf seine Bearbeitung. Da der erste Schritt der Bearbeitung darin besteht am nächsten Morgen den gesamten Posteingang mindestens in die Kategorien:

    • Extrem wichtig!
    • Sofort zu erledigen.
    • Nicht so wichtig.
    • Ah interessant!
    • Das heben wir uns mal lieber auf.
    • Papierkorb.

    neu zu sortieren, wartet man bei diesem Kollegen auf die Bearbeitung seines Anliegens mindestens 24 Stunden. Zusätzlich verfügt er meistens über einen ausgeprägten Formular – Fetisch, schließlich muss alles seine Ordnung haben. So hat er auf jeder Toilette eine Strichliste aufgehängt, in der die Kollegin bittet ihren Verbrauch an Klopapier zu protokollieren. Aus unerklärlichen Gründen werden seine Versuche Ordnung in das Chaos zu bringen, dadurch sabotiert, dass die Kollegen seine schöne Strichliste samt angebrachten Bleistift regelmäßig die Toilette hinunterspülen. Dass sämtlich Anliegen dieses Typus mit einem “Drauf geschissen!” erwidert werden, sollte nicht weiter verwundern. In seiner Kindheit stand er vor allem an Fenster und vermerkte sämtliche passierenden Autos in der verkehrsberuhigten Zone nach Marken und Typen auf einem vorbereiteten Formular. Im Ruhestand vermerkt er zusätzlich noch sämtliche Passanten und erstellt daraus Netzwerkgraphen des Sozialwesens seiner Nachbarn.

    Von: Horst
    An: Alle
    Betreff: Formular X. 7.2.00

    Werte Kollegen,

    leider hat schon wieder jemand das in Raum 0613.1 (Herrentoilette im 6. Stock), das Formular X 7.2.00 entwendet, welches ich erst gestern dort angebracht hatte. Ich bitte den Entwender es wieder an seinem vorgesehen Platz anzubringen, damit der Erfassung des Umsatzes an Klopapier ungestört weitergehen kann. Bis es wieder an seinem angestammten Platz hängt bitte ich sie die Toilette 0513.1 (im 5. Stock) zu benutzen, um den statistischen Fehler zu minimieren.

    Freundlichst grüßt Sie ihr Horst.

    Zufällig würde ich den Autor des Buches in eben jene Kategorie einordnen. Auch wen das natürlich total unmenschlich ist… Inhuman resources halt.

    Von 5 möglichen Sternen würde ich dem Buch als Strandlektüre aber doch noch 3 Sterne zugestehen.

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