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Warum zum Geier überhaupt Doktor?
Geschrieben am 21. Februar 2011 4 KommentareGanz Deutschland stellt sich die Frage, ist sie nun ein Plagiat oder nicht? Die Doktorarbeit unseres Bundesverteidigungsminister Karl- Theodor zu Guttenberg. Das Guttenplag Wiki stellt aktuell eine Quote an Abschrieben von über 68% in der Dissertation fest. Dass der Vorwurf des Plagiats für jeden Studenten eigentlich ein Schlag ins Gesicht ist, wie Nadine ausführt, oder Sascha der sich zu Recht fragt, warum diese Vielzahl an deckungsgleichen Stellen eigentlich von der Uni nicht entdeckt wurde, sind Meinungen zu diesem Thema, denen ich mich im Grundsatz her voll und ganz anschließen kann.
Ich finde aber es sollte eine ganz andere Frage erlaubt sein: Warum kann ich mit dem Thema: “Verfassung und Verfassungsvertrag. Konstitutionelle Entwicklungsstufen in den USA und der EU” überhaupt promovieren? Das Thema ist doch an und für sich schon so angelegt, das ist eine Nacherzählung der Geschichte. Wo ist denn da bitte die eigenständige Forschungsleistung? Mit dieser Überschrift kann man vielleicht die Einleitung beschreiben, dann ein neues Verfassungssystem ausarbeiten, und dieses dann diskutieren, dann hätte man wenigstens etwas geforscht.
Sein wir aber mal ehrlich, das Ding ist ganz bestimmt kein Einzelfall, habt Ihr euch auch nicht schon immer mal gefragt, welche sensationelle wissenschaftliche Leistung eigentlich euer Zahn- bzw. Hausarzt hervorgebracht hat?
Seht ihr, seitdem ich mir diese Frage stelle, kommt mir auch öfters die Frage in den Sinn: Kann ich mein Auto in der Vollkaskoversicherung auch zu einer Chefingenieursinspektion versichern lassen? Mann stelle sich das mal vor dann kommt der Herr oder Frau Dr.- Ing. Soundso vorbei und checkt mein Auto durch. Allein der Gedanke daran ist doch vollkommen abstrus. Aber bei Ärzten gibt es das.Anderer Fall Geisteswissenschaften, da hört man oft den Satz: “Ohne Dr. Titel kriegt man doch keinen gut bezahlten Job.” Das ist dann meistens der Punkt an dem ich mich frage: “Wenn es dir ums Geld geht, warum studierste dann nicht was anderes?” Es gibt halt eben auch einen Arbeitsmarkt und da regeln nun mal Nachfrage und Angebot den Markt.
Kommen wir zum nächsten Punkt: Die wissenschaftliche Komplexität. Ist es wirklich sinnvoll daran festzuhalten, dass so eine Doktorarbeit mal eben in 5 bis 7 Jahre geschrieben wird? Sorry aber ich setzte mich jetzt beruflich auch seit gut und gerne 3,5 Jahren mit einem ziemlich wissenschaftlichen Thema auseinander, und ich könnte jetzt vielleicht mal damit anfangen, die Einleitung zu Schreiben, weil ich einigermaßen in den aktuellen wissenschaftlichen Veröffentlichungen auf diesem Gebiet weiß wo oben und unten ist. Wenn ich jetzt anfange die existierenden Theorien auf Plausibilität zu prüfen, bin ich bestimmt wieder 2 Jahre beschäftigt. Nach geschlagenen 5 Jahren habe ich dann immer noch kein Stück Wissen geschaffen. Klar und in den 2 Jahren fange ich dann an mit etwas rum zu experimentieren und schüttel mir dann die “Weltformel” aus dem Ärmel. Allein diese Vorstellung ist lächerlich.
Das gesamte deutsche Bildungssystem stinkt von unten bis ganz oben zum Himmel, dass es einem graust. Ich habe mich auch immerhin geschlagene 25 Jahre in diesen wahnwitzigen Institutionen aufgehalten. Sicherlich habe ich dabei auch etwas gelernt, und einen netten Titel mitgenommen, aber das ganze Prinzip ist doch von oben bis unten bescheuert. Ich habe vor Jahren einmal ein stark verbessertes Bildungssystem skizziert.
Klar, dass Bildungserfolg in Deutschland stark vom Geldbeutel der Eltern abhängt, da nehme ich mich nicht aus, und unseren lieben Verteidigungsminister auch nicht, der hat es immerhin zu einem Doktortitel gebracht.
Auch wenn ich den Herrn zu Guttenberg für einen durchaus kompetenten Minister halte, das Bescheißen bei einer Dissertation ist immerhin nach §132a StGB strafbar, und das kriegt man selbst bei einem normalen Diplom mehrmals schwarz auf weiß unter die Nase gehalten.
Von daher: Politiker haben eine Vorbildsfunktion. Sicherlich gilt auch hier die Unschuldsvermutung, aber die Beweise sind so erdrückend, dass der gute Mann bitte zurücktreten und gehen soll.
ntworten zu “Warum zum Geier überhaupt Doktor?”

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Warum Doktor? Schon mal was von Doktorspielen gehört? Wie geht das nur mit Diplom? Da fehlt doch die Romantik!
Darum: Uneingeschränkte Solidarität mit Dr. zu Guttenberg! -
Also meine Frauenärztin hat auch keinen Doktor… ich finde sie nun aber nicht weniger kompetent als ihre Kolleginnen. Eher kompetenter als die Kolleginnen.

Einen Doktor finde ich halt echt interessant, wenn man wirklich was tolles erforschen will und an Wissenschaft und Neuem interessiert ist. Wenn man das nicht ist, braucht man auch keinen Doktor. -
Ein Hoch auf den Beschiss…
ja mein Gott jemand hat mal wieder etwas gefunden was stinkt…lass diesen jemand blos nicht auf die Wirtschaft los ansonsten gibt es nicht nur einige weniger! Naja wie auch immer ein anderer macht es doch bestimmt besser und der hat dann vielleicht zwei ehrlich bezahlte Dr. Titel…Also ich bin dafür: lasst die Taten sprechen…die echt produktiv sind und den Menschen in seiner Arbeit weiterbringen…von mir aus auch in der Vergangenheitsforschung…auch wenn ich daran nichts mehr ändern kann…mal im ernst wenn ich mich reinhänge erforsche ich die absolute Einwirkung von Windverhältnissen auf das Kriechverhalten einer südamerikanischen Tellerschnecke und deren Auswirken auf Ihre Gehäuseumrisse und Mündungsformen…aber was tut das zum Wohl der Menschheit…keine Ahnung aber wenn ich oder irgendjemand das bezahlt…vielleicht ne ganze Mege???
Doktoren sind käuflich…! greez -
Zu Guttenberg wird definitiv in die Politik zurückkehren, die absolute Ruhe um ihn jetzt spielt ihm doch in die Karten. Auch, wenn ich ihn nicht mag, könte man gegen einen Wiedereinstieg von ihm in die Politik wenig sagen. Da sind andere schon nach ganz anderen Affären zurückgekommen.
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Feliks_Dzerzhinsky 21. Februar 2011 um 21:22