The Chaos that controls my mind will try to keep me satisfied
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  • Planlos im Web 2.0

    Geschrieben am 16. Dezember 2006 Xooyoo Keine Kommentare

    An und für sich sind diese Web 2.0 Communities schon eine hervorragende Sache. Jeder freut sich, wenn plötzlich aus der Versenkung des Internets alte Freunde auftauchen, und man wieder einmal mit ihnen ein paar Worte wechseln kann.

    Aber irgendwie die Sache auch kritisch. Stell Dir nur mal vor du bewirbst dich bei einer Firma. Die wissen aus deinem Lebenslauf zwangsläufig deine Hochschule und deinen Namen. Wenn die Personalabteilung ihre Hausaufgaben gemacht hat, verfügt sie über eine Ladung “Fake”- Accounts bei den einschlägig bekannten Netzwerken. Also wird der Bewerber mal eben auf seine veröffentlichen Daten abgeklopft. Aus so einem Community Profil können schon ordentlich viele Zusatzinformationen zu einem Bewerber zusammengetragen werden.
    Ich weiß nicht ob es so wünschenswert ist in Gruppen zu sein, die sich mit übermäßigen Alkoholkonsum oder der Nutzung anderer beinflussender Substanzen handeln. Da wird sich die Personalabteilung dreimal überlegen ob sie einen Kampftrinker einstellt.
    So hat zwar die Firma ein kompletteres Bild von dir aber ob das so wirklich wünschenswert ist?

    Auch wenn Flamewars in Blogs oder Foren veranstaltet werden, ist dies nicht gerade günstig. Meistens lässt sich auch aus dem Internet die Person bis in die Realität zurück verfolgen.

    Wir merken uns also: Das Web 2.0 hat uns zu einem gläsernen Menschen gemacht. Wir bloggen, posten, gruscheln und vernetzen uns, und Jeder, wirklich Jeder bekommt das mit.
    Datenschutz war gestern. Heute ist freiwilliges Datenstriptease. Schöne neue Welt.

    Ich freu mich schon jetzt darauf, wann ich zum ersten Mal mit meinen Internetsünden konfrontiert werde.

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